Von der Kunst, Wirkung zu erkennen
Die Wirkung unserer Arbeit ist oft am schwersten dort zu erkennen, wo sie entsteht: mitten im Alltag.
Ich war Bereichsleiterin eines Unternehmens für Persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderungen. Wer in diesem Feld arbeitet, weiß: Es gibt immer etwas zu tun. Bewerbungsgespräche, Kund:innenanfragen, Ausfälle, Konflikte, Abrechnungen, Vertretungen. Kaum war ein Problem gelöst, warteten bereits die nächsten drei.
Ich war ständig beschäftigt. Und ständig unter Druck.
Fokus und Struktur auf das, was zählt
Rückblickend habe ich viel aufgebaut: Strukturen geschaffen, Mitarbeitende begleitet, Teams entwickelt und so manche Krise gelöst. Doch damals hatte ich dafür keinen Blick. Meine Aufmerksamkeit galt den Dingen, die gerade nicht funktionierten. Den Engpässen. Den dringenden Fällen.
Erst ein Impuls von außen hat mir vor Augen geführt, was durch unsere Arbeit tatsächlich möglich wurde: Tag für Tag konnten Menschen mit Behinderungen selbstbestimmter leben. Hunderte Assistent:innen unterstützten Menschen dabei, ihren Alltag nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten.
Dann hatte ich ein Bild vor Augen: Unsere Arbeit ist ein Tropfen, der ins Wasser fällt und Kreise zieht. Manchmal sind die Kreise klein. Manchmal reichen sie überraschend weit. Aber kein Tropfen fällt ins Wasser, ohne etwas zu bewegen. Und genau darum geht es heute bei Driving Impact: diese Kreise als soziale Wirkung sichtbar zu machen.
Denn das Sichtbarmachen von Wirkung verändert die Perspektive. Wenn wir erkennen, was durch unsere Arbeit in Bewegung gesetzt wird, bekommen Aufgaben eine andere Bedeutung. Aus To-do-Listen werden Beiträge zu etwas Größerem. Aus einzelnen Handlungen entsteht ein Gesamtbild.
Das Bild der Kreise im Wasser begleitet mich seither. Und heute schenke ich es dir:
Welche Kreise zieht deine Arbeit jeden Tag?


